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Friedrich Wilhelm Christian Gerstäcker wird am
10.5.1816 in Hamburg geboren. Der Vater ist Opernsänger, die Mutter Schauspielerin.
1825 stirbt der Vater und Gerstäcker wird fortan von Verwandten erzogen. Er lebt in
Braunschweig, Kassel und Leipzig.
Nach der mittleren Reife beginnt er eine
kaufmännische Lehre, welche er aber wieder abbricht.
Auf dem Rittergut Doeben
bei Grimma fängt er dann mit einer landwirtschaftliche Ausbildung an.
Der
Wunsch auszuwandern wird immer stärker, er träumt von einem Leben in
Brasilien, bis er sich mit großen Hoffnungen und Erwartungen
1837 auf den Weg nach Amerika macht.
Er arbeitet in verschiedenen Berufen und weil
ihm das Leben in den Städten nicht zusagt, führt er ein einsames abenteuerliches
Leben als Jäger.
Er macht Tagebuchaufzeichnungen und schickt sie seiner
Mutter. Diese gibt sie an Bekannte weiter und schließlich werden sie ohne Wissen
Gerstäckers in der von Robert Heller herausgegebenen Zeitschrift "Rosen"
veröffentlicht.
Die Konfrontation mit der Realität und die Wirklichkeit der mit
romantischen Erwartungen gesuchten Einsamkeit führen zu starkem Heimweh.
1843 kehrt er nach Deutschland zurück.
1844 erscheint sein erstes Buch STREIF- UND JAGDZÜGE DURCH DIE
VEREINIGTEN STAATEN VON NORDAMERIKA.
1845 heiratet er Anna Aurora Sauer, die Tochter eines Dresdener Kunstmalers.
1846 veröffentlicht er DIE REGULATOREN VON ARKANSAS und
1848 DIE FLUSSPIRATEN DES MISSISSIPPI, seine beiden bekanntesten Romane.
Obwohl er nun eine Familie gegründet hat, bricht er
1849 zu einer neuen großen Reise nach Südamerika, Kalifornien, Tahiti und Australien
auf, von welcher er
1852 zurückkehrt.
1854 tritt er der literarisch-politischen Vereinigung um den Herzog Ernst II. von
Coburg-Gotha bei.
1860 begibt er sich auf eine neue Reise nach Südamerika, welche nach seiner Rückkehr
1861 in dem Buch 18 MONATE IN SÜDAMERIKA literarisch verarbeitet wird. In
diesem Jahr stirbt auch seine Frau.
1862 geht er mit einer Reisegesellschaft des Herzogs Ernst II. auf eine Reise nach
Ägypten.
1863 heiratet er die 19-jährige Holländerin Marie Luise Fischer van Gaasbeek.
1867 Beginnt seine letzte große Reise nach Nordamerika, Mexiko, den Westindischen
Inseln und nach Venezuela, von welcher er
1868 zurückkehrt.
Er zieht nach Braunschweig und nimmt ab
1870 an dem deutsch-französischen Krieg als Kriegsberichterstatter teil.
Am
31.5.1872 stirbt er in Braunschweig.
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